Nach "nur" einer Woche Wartezeit, bin ich nun auch ein Wellen-Reiter.
Mein erster Eindruck: Wow, warum sieht Google Mail eigentlich so langweilig aus?
Die Welle ist aufgeräumt und sieht auf Anhieb wie eine Oberfläche für ernsthaftes Arbeiten aus. Und das ist ja auch was uns Google damit verkaufen will - ein Prductivity-Tool, das das Stein-Alte Email ablösen können soll:
Und hier ist was ich heute - eher unproduktiv - bekommen habe:
Ich habe Waves gestartet, ehe ich mein Google-Profil bearbeitet habe und nachdem ich es tat, waren 2 meiner Wellen nicht mehr mein Eigentum. Im Moment müllen sie also meine Inbox voll... Aber wir "Early Adopter" sind nun mal Beta-Tester.
Das war es aber schon mit den Bugs. Kommen wir zu den guten Dingen:
Waves können viel mehr als Mail!
- Waves ähneln in ihrer Struktur mehr einem "privat gehaltenem" Forum.
- Sie haben viele Text-Gestaltungs-Möglichkeiten.
- Sie können interaktiv sein - Robots und Gadgets können direkt in der Wave "leben".
- Sie türmen sich in Echtzeit auf...
- damit sind sie weniger "asynchrone Kommunikation" als Mail
- damit können Robots und andere wave-teilnehmer direkt mitreden.
- Sie können editiert werden
- Das birgt aber die Gefahr hyper-synchron zu sein, also aneinander vorbei zu editieren und Informationen zu begraben.
- Daher ist es gut, daß man die Entwicklung einer Welle jederzeit druchlaufen kann. So entgehen einem selbst "weg-editierte" Informationen nicht
- Sie sind immer allen zugänglich ohne Alles Allen zugänglich zu machen.
- wave-teilnehmen können innerhalb des Wellen-Strangs "private Sub-Stränge" einbetten
- Mehr als zwei können mitreden.
- Sie sind abgeschlossene Unterhaltungs-Stränge
- Zeitlich getrennt
- Thematisch getrennt
- können aber auch einfach ewig fortlaufen
- Ich habe der Zeichen für Zeichen-Übertragung von Nachrichten nachgeweint, als diese Funktion aus ICQ verschwand. Nun ist sie wahlweise wieder hier.
- Sie sind interaktiv
- Sieht für Kollegen und Chef mehr nach Arbeit aus....
- Für mich fast ein Facebook-/Xing-Killer
- Google-Profile als Anknüpfungspunkt.
- Professionelleres Äußeres.
- Waves bieten eine natürlichere und gesündere Informations-Trennmöglichkeit
- Arbeit/Leben
- Kollegen/Freunde/Familie
- Auch hier wirkt die Optik weniger wie "Freizeit im Büro"
Derzeitige Knack-Punkte:
- Google Wave ist die Google-Welle
- Trotz open Source ist es zur Zeit Google-Exclusive
- viele Nicht-Google und Anti-Googler haben daher keinen Zugang
- Freie Wave-Server wie "Mail-Server" fehlen noch
- Wenn es sie geben wird, wo werden Wellen dann gehostet werden?
- Man kann noch keine Mails von oder an die Welle schicken.
- Die Schnittstelle ist wirklich Kritisch für das Fortbestehen und Wachstum von Waves. Könne die beiden Welten nicht Kommunizieren, kann Waves "E-Mail" nie ablösen.
- Das kommt sicher noch in form eines Robots, der den Thread oder Updates per mail an nicht-Wellen-Reiter die man in die Welle aufnimmt schickt.
- Fehlende Mobile Applikationen
- Noch nicht in den Google-Apps verfügbar
- Es wurde Zeit, daß wir E-Mail überdenken
- Waves können alles, was man von Kommunikation erwartet
- Waves oder etwas Ähnliches sollten als Standard ratifiziert werden und möglichst bald von allen genutzt werden, sonst wird es eine Tot-Geburt.

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